Visier – Typen & Beschichtungen beim Motorradhelm erklärt

Visier – Typen & Beschichtungen beim Motorradhelm erklärt

Aktualisiert: Juli 2026 · Kategorie: KFZ-Technik
Das Visier schützt beim Motorradfahren Augen und Gesicht vor Wind, Insekten und Regen. Tönung, Anti-Fog- und Anti-Scratch-Beschichtung entscheiden über Sicht bei Dämmerung, Nässe und starker Sonne.

Klar, getönt oder verspiegelt

Ein klares Visier eignet sich für Dämmerung, Nacht und schlechte Sichtverhältnisse und ist die einzige Variante, die in Österreich bei Dunkelheit erlaubt ist. Getönte Visiere reduzieren die Blendung bei Tageslicht, dürfen aber laut Zulassung nur tagsüber verwendet werden. Verspiegelte Visiere wirken zusätzlich reflektierend und werden vor allem bei sportlicher Fahrweise geschätzt. Viele moderne Helme nutzen ein Pinlock-System: eine zweite, doppelwandige Scheibe hinter dem eigentlichen Visier, die durch einen Luftpolster-Effekt zuverlässig gegen Beschlagen schützt.

Beschichtung und Normprüfung

Eine Anti-Fog-Beschichtung verhindert das Beschlagen von innen bei Kälte oder Regen, eine Anti-Scratch-Beschichtung schützt die Außenseite vor feinen Kratzern durch Steinschlag oder Reinigung. Visiere müssen wie der Helm selbst eine Zulassung nach ECE-Norm tragen, erkennbar an der Prüfplakette am Rand. Ein zerkratztes oder vergilbtes Visier sollte rechtzeitig getauscht werden, da die Sicht bei Gegenlicht und Nässe sonst deutlich leidet – ein Sicherheitsrisiko, das oft unterschätzt wird.

Weitere Informationen: Motorradhelm – Typen, Größe & ECE-Norm