Visier – Typen & Beschichtungen beim Motorradhelm erklärt
Klar, getönt oder verspiegelt
Ein klares Visier eignet sich für Dämmerung, Nacht und schlechte Sichtverhältnisse und ist die einzige Variante, die in Österreich bei Dunkelheit erlaubt ist. Getönte Visiere reduzieren die Blendung bei Tageslicht, dürfen aber laut Zulassung nur tagsüber verwendet werden. Verspiegelte Visiere wirken zusätzlich reflektierend und werden vor allem bei sportlicher Fahrweise geschätzt. Viele moderne Helme nutzen ein Pinlock-System: eine zweite, doppelwandige Scheibe hinter dem eigentlichen Visier, die durch einen Luftpolster-Effekt zuverlässig gegen Beschlagen schützt.
Beschichtung und Normprüfung
Eine Anti-Fog-Beschichtung verhindert das Beschlagen von innen bei Kälte oder Regen, eine Anti-Scratch-Beschichtung schützt die Außenseite vor feinen Kratzern durch Steinschlag oder Reinigung. Visiere müssen wie der Helm selbst eine Zulassung nach ECE-Norm tragen, erkennbar an der Prüfplakette am Rand. Ein zerkratztes oder vergilbtes Visier sollte rechtzeitig getauscht werden, da die Sicht bei Gegenlicht und Nässe sonst deutlich leidet – ein Sicherheitsrisiko, das oft unterschätzt wird.
Weitere Informationen: Motorradhelm – Typen, Größe & ECE-Norm
