Ritzel & Kettenrad – Übersetzung beim Motorrad erklärt
Wie die Übersetzung entsteht
Das kleine Ritzel sitzt am Getriebeausgang, das größere Kettenrad am Hinterrad. Das Verhältnis der Zähnezahlen beider Teile ergibt die Sekundärübersetzung. Ein kleineres Ritzel oder ein größeres Kettenrad verlängert die Übersetzung: Das Motorrad beschleunigt spürbar spritziger, verliert dafür aber etwas Höchstgeschwindigkeit. Umgekehrt sorgt ein größeres Ritzel oder ein kleineres Kettenrad für eine kürzere Übersetzung mit höherer Endgeschwindigkeit, aber trägerer Beschleunigung. Viele Fahrer passen die Übersetzung gezielt an, etwa für mehr Durchzug im Gelände oder ruhigeren Autobahnbetrieb.
Verschleiß und Wechselintervall
Ritzel, Kettenrad und Kette verschleißen als System gemeinsam und sollten deshalb möglichst im Set getauscht werden. Sind nur Ritzel oder Kettenrad einzeln verschlissen, während die Kette noch neu ist, nutzt sich die neue Kette an den alten Zähnen unnötig schnell ab. Anzeichen für Verschleiß sind hakenförmig abgenutzte Zähne, sichtbarer Kettenschlupf oder ungewöhnliche Laufgeräusche. In Österreich prüft die Werkstatt Ritzel, Kettenrad und Kettenspannung im Rahmen der regelmäßigen Wartung, da ein Kettenriss auf der Fahrt zum kompletten Antriebsausfall führt.
Weitere Informationen: Kettensatz Motorrad – X-Ring, Verschleiß & Pflege
