Einspritzdüse – Funktion & Anzeichen für Verschleiß
Wie die Einspritzdüse arbeitet
Über ein elektromagnetisches oder piezoelektrisches Ventil öffnet die Einspritzdüse für Sekundenbruchteile und gibt eine exakt dosierte Menge Kraftstoff unter hohem Druck frei. Feine Düsenöffnungen zerstäuben den Kraftstoff dabei zu einem sehr feinen Nebel, der sich gleichmäßig mit der angesaugten Luft vermischt. Bei modernen Diesel- und Benzin-Direkteinspritzern, etwa im Common-Rail-System, spritzt die Düse direkt in den Brennraum und erreicht Drücke von mehreren hundert bis über zweitausend bar. Je feiner und gleichmäßiger die Zerstäubung, desto sauberer und effizienter läuft die Verbrennung.
Verschleiß und typische Symptome
Mit der Zeit lagern sich Verbrennungsrückstände an den feinen Düsenöffnungen ab, wodurch das Spritzbild ungleichmäßig wird oder die Düse tropft statt sauber abzuspritzen. Anzeichen sind ein unrunder Leerlauf, Zündaussetzer, erhöhter Kraftstoffverbrauch und schwarzer Rauch beim Diesel. Additive im Kraftstoff und gelegentliche Reinigungsfahrten helfen vorbeugend, bei stärkerer Verkokung ist eine professionelle Ultraschallreinigung oder der Düsentausch nötig. Ein Ausfall einzelner Einspritzdüsen zeigt sich meist zuerst durch spürbaren Leistungsverlust und eine leuchtende Motorkontrollleuchte.
Weitere Informationen: Motoröl PKW – Viskosität, ACEA-Norm & Wechselintervall
