Reifen einlagern Kosten: Reifenhotel oder selbst lagern?

Wovon der Preis fürs Reifenhotel abhängt, was die Selbstlagerung wirklich kostet und wie du den Zustand deiner Räder vorher prüfst.

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Reifen einlagern Kosten hängen von Betrieb, Leistung und Radwechsel ab. So vergleichst du Reifenhotel und Selbstlagern in Österreich. Stand: November 2026.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Was: Beim Einlagern bleiben deine Sommer- oder Winterräder außerhalb der Saison im Reifenhotel eines Betriebs oder bei dir zu Hause. Die Kosten setzen sich aus Lagerung, Radwechsel und Zusatzleistungen zusammen.
  • Kompatibilität: Gilt für Pkw-Reifen, mit oder ohne Felge. Jeder Betrieb legt seine Preise selbst fest.
  • Schwierigkeit: Einfach. Du stellst jedem Betrieb dieselben Fragen und vergleichst den Gesamtpreis.
  • Zeit: Für die Zustandsprüfung und Anfragen bei zwei bis drei Betrieben reicht ein Abend.

Die Winterräder sind montiert, und im Vorraum stehen vier Sommerreifen. Wohin damit, und was darf das kosten?

Eine feste Preisliste gibt es dafür nicht. Jeder Betrieb ändert seine Preise selbst, deshalb nennen wir bewusst keine Eurobeträge. Du bekommst stattdessen eine Methode, mit der du Angebote vergleichst, und eine Rechnung für die Selbstlagerung. Die Angaben stützen sich auf den ARBÖ (Profiltiefe, DOT-Nummer) und die Angebotsseite eines Autohauses (Stand der Seite: 23. September 2026). Stand dieses Artikels: November 2026.

Lohnt sich das Einlagern dieser Reifen überhaupt?

Prüfe zuerst Profil und Alter deiner Räder. Für Reifen, die du ohnehin ersetzt, zahlst du sonst eine Saison Lagerung umsonst.

Beim Profil nennt der ARBÖ klare Grenzen: Sommerreifen reichen bis 1,6 Millimeter Profiltiefe, Winterreifen müssen ab 4 Millimetern ersetzt werden. Miss an mehreren Stellen der Lauffläche.

Das Alter liest du an der DOT-Nummer. Sie steht als vierstellige Zahl in einem ovalen Kreis auf der Reifenflanke. Die ersten zwei Ziffern geben die Fertigungswoche an, die letzten zwei das Jahr. Die Zahl 2321 bedeutet also Woche 23 im Jahr 2021. Wie die Kennzeichnung aufgebaut ist, erklärt der ARBÖ zur Kennzeichnung auf Reifen.

Eine feste Altersgrenze nennt der ARBÖ dort nicht. Achte deshalb auf Risse in der Flanke und auf Beulen. Manche Betriebe kontrollieren Profil und Beschädigungen bei der Einlagerung ohnehin im Paket mit.

Gut zu wissen: Notiere Profiltiefe und DOT-Nummer jedes Rades und mach ein Foto davon. So kannst du den Zustand bei der Übergabe später belegen und weißt im Frühjahr, ob der Satz noch eine Saison hält.

Wovon hängen die Kosten fürs Reifen einlagern ab?

Der Preis setzt sich aus Lagerung, Radwechsel und Zusatzleistungen zusammen. Zwei Angebote sind nur vergleichbar, wenn sie dasselbe enthalten.

Ein Betrieb nennt dir einen niedrigen Lagerpreis und verrechnet den Radwechsel extra. Ein anderer bündelt alles zu einem Paket, das teurer wirkt. Die Tabelle zeigt, welche Punkte den Preis verändern.

Faktor Wie er den Preis verändert Das fragst du nach
Kompletträder oder nur Reifen Reifen ohne Felge muss der Betrieb abziehen und später wieder aufziehen. Das ist zusätzliche Arbeit. Lagert ihr Kompletträder oder nur Reifen?
Radwechsel im Paket oder einzeln Ein Paket fasst Wechsel und Lagerung zu einem Gesamtpreis zusammen. Ein reiner Lagerpreis sieht günstiger aus, wenn der Wechsel extra kommt. Gilt der Preis nur fürs Lagern oder inklusive Radwechsel?
Laufzeit Anbieter sprechen von einer Saison oder von sechs Monaten. Das ist nicht dasselbe. Bis wann lagert ihr den Satz, und ab wann ist er abholbereit?
Prüfung und Reinigung Manche Betriebe prüfen Profil und Beschädigungen. Reinigung nennen nicht alle. Was prüft ihr, und ist Reinigen dabei?
Versicherung Räder können während der Lagerung versichert sein. Umfang und Selbstbehalt unterscheiden sich. Sind die Räder versichert, und bis zu welcher Summe?
Material beim Ummontieren Beim Abziehen können Ventile oder, bei Reifendruck-Kontrollsystem, Teile für die RDKS-Sensoren anfallen. Kommt Material extra dazu?
Betrieb und Region Autohaus, Reifenhändler und freie Werkstatt kalkulieren unterschiedlich. Ist das der Brutto-Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer?

Stell diese Fragen bei zwei bis drei Betrieben und schreib den Brutto-Gesamtpreis für alle vier Räder und die ganze Laufzeit nebeneinander. Mit dieser Zahl vergleichst du, nicht mit dem Lagerpreis allein. Was der Radwechsel selbst kostet und wie Kompletträder die Rechnung ändern, steht im Ratgeber zu den Reifenwechsel-Kosten.

✗ Falsch

Nur den Lagerpreis vergleichen und den Radwechsel vergessen.

✓ Richtig

Bei jedem Betrieb den Brutto-Gesamtpreis für Wechsel, Lagerung und Prüfung abfragen und die Zahlen nebeneinanderlegen.

Gut zu wissen: Ein Preis mit „ab“ nennt meist nur die Untergrenze. Lass dir den Preis für dein Fahrzeug und deine Radgröße bestätigen, bevor du zusagst.

Was steckt im Preis eines Reifenhotels?

Ein Reifenhotel lagert deine Räder über eine Saison. Was zusätzlich dazugehört, legt der Betrieb fest.

Als Beispiel nennt das Autohaus AutoFrey auf seiner Angebotsseite ein Paket aus Radwechsel und Einlagerung (Stand der Seite: 23. September 2026). Laut Seite gehören dazu die fachgerechte Lagerung für eine Saison, die Prüfung auf Beschädigungen und Profiltiefe sowie eine Versicherung der Räder. Reicht das Profil nicht für die nächste Saison, bekommst du rechtzeitig ein Angebot für neue Räder.

Ob Reinigung und Abholung dazugehören, nennt die Seite nicht. Das ist ein Beispiel, kein Vergleich: Andere Betriebe schnüren ihre Pakete anders. Bei der Übergabe hilft dir diese Liste:

  1. Profiltiefe, DOT-Nummer und sichtbare Schäden notieren und fotografieren.
  2. Anzahl der Räder, Laufzeit und Abholtermin schriftlich bestätigen lassen.
  3. Haftung und Versicherung klären: Wer zahlt bei Schaden oder Verlust, und bis zu welcher Summe?
  4. Den Frühjahrstermin für den Radwechsel gleich mitbuchen.

KFZ-Expertentipp: Fachleute raten, den Frühjahrstermin schon bei der Einlagerung zu vereinbaren. So holst du die Räder zum passenden Zeitpunkt ab und suchst im April nicht nach einem freien Termin. Wann der Wechsel in Österreich üblich ist, steht im Beitrag zum Reifenwechsel-Termin.

Reifen selbst lagern: Was brauchst du dafür?

Selbst lagern kostet kein Lagergeld. Dafür brauchst du trockenen, kühlen Platz, etwas Zubehör und Zeit für die Vorbereitung.

Die laufenden Kosten fallen weg, es bleibt eine einmalige Anschaffung: Reifentaschen oder Hüllen, dazu eine Halterung wie Regal, Wandhalterung oder Felgenbaum. Kompletträder lagerst du liegend oder hängend, Reifen ohne Felge stehend. Die Schritte von der Reinigung bis zur Lagerposition findest du im Ratgeber Sommerreifen einlagern.

Ob sich das rechnet, zeigt eine einfache Formel. Teile die Anschaffungskosten für Taschen und Halterung durch die jährlichen Kosten im Reifenhotel. Das Ergebnis sind die Jahre bis zur Amortisation. Liegt es unter der Restnutzung deines Radsatzes, lohnt sich die Selbstlagerung finanziell.

Die Rechnung gilt nur, wenn du den Platz ohnehin hast. Müsstest du dafür Lagerraum dazunehmen, kippt sie. Außerdem trägst du das Risiko selbst. Prüfe, ob deine Haushaltsversicherung Räder in Keller oder Garage mitdeckt.

Gut zu wissen: Mit einem zweiten Satz Felgen entfällt das Auf- und Abziehen der Reifen, die Räder werden nur umgesteckt.

Reifenhotel oder selbst lagern: Was passt zu dir?

Ein Reifenhotel passt, wenn dir Platz fehlt oder du Zustand und Haftung beim Betrieb wissen willst. Selbst lagern passt, wenn du trockenen, kühlen Raum hast.

Deine Situation Was dafür spricht Worauf du achtest
Wohnung ohne Keller oder Abstellraum Reifenhotel, weil der Lagerplatz fehlt Gesamtpreis inklusive Radwechsel vergleichen
Eigene Garage oder trockener Keller Selbst lagern, die laufenden Kosten entfallen Taschen und Halterung einmalig anschaffen
Kompletträder, ein Auto Beides ist möglich Formel für die Amortisation anwenden
Mehrere Autos im Haushalt Platzbedarf und Gesamtpreis wachsen mit jedem Satz Pro Satz rechnen und Mengenpreise erfragen
Wenig Zeit oder kein Platz zum Vorbereiten Reifenhotel im Paket mit dem Radwechsel Frühjahrstermin gleich mitbuchen
Profil knapp oder Reifen alt Erst prüfen, dann entscheiden Grenzen des ARBÖ: 1,6 mm Sommer, 4 mm Winter

Alles Weitere zu Winterreifen findest du im Bereich Winterreifen. Prüf noch heute Profiltiefe und DOT-Nummer deiner Räder und hol dir bei zwei Betrieben den Brutto-Gesamtpreis, dann entscheidest du mit Zahlen statt aus dem Bauch.

Häufige Fragen zu Reifen einlagern und den Kosten

Was kostet es, Reifen in Österreich einzulagern?

Einen festen Preis gibt es nicht, jeder Betrieb legt ihn selbst fest. Er hängt von Leistungsumfang, Radwechsel, Laufzeit und Betrieb ab. Frag den Brutto-Gesamtpreis für alle Räder und die ganze Laufzeit ab. Die Wechselkosten allein erklärt der Ratgeber zu den Reifenwechsel-Kosten.

Wie lange lagert ein Reifenhotel meine Räder?

Das legt der Betrieb fest. Das Angebot im Beispiel oben nennt eine Saison, auf derselben Seite ist auch von sechs Monaten die Rede. Lass dir Laufzeit und Abholtermin in Monaten bestätigen. Den passenden Zeitpunkt für den Wechsel findest du im Beitrag zum Reifenwechsel-Termin.

Sind Räder im Reifenhotel versichert?

Das hängt vom Betrieb ab. Manche nennen eine Versicherung der Räder während der Einlagerung im Angebot. Deckungssumme und Selbstbehalt stehen oft nicht dabei. Lass dir Haftung und Versicherung schriftlich bestätigen, bevor du die Räder abgibst.

Lohnt sich das Einlagern von Reifen mit wenig Profil?

Meist nicht. Laut ARBÖ reichen Sommerreifen bis 1,6 Millimeter Profiltiefe, Winterreifen müssen ab 4 Millimetern ersetzt werden. Liegt dein Satz knapp darüber, zahlst du eine Saison Lagerung für Reifen, die du bald tauschst. Mehr zu Sommer- und Winterreifen findest du bei den PKW-Reifen.

Wie lagerst du Reifen zu Hause richtig?

Kühl, trocken und dunkel, weit weg von Öl und Lösungsmitteln. Kompletträder liegen oder hängen, Reifen ohne Felge stehen. Die einzelnen Schritte stehen im Ratgeber Sommerreifen einlagern, passende Halterungen zeigt die Seite zum Felgenbaum.

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