Allradantrieb – Systeme & Einsatzbereiche erklärt

Allradantrieb – Systeme & Einsatzbereiche erklärt

Aktualisiert: Juli 2026 · Kategorie: Antrieb
Beim Allradantrieb treibt der Motor alle vier Räder gleichzeitig an, statt nur die Vorder- oder Hinterachse. Das verbessert Traktion auf Schnee, Split und losem Untergrund deutlich gegenüber einachsigem Antrieb.

Permanenter und zuschaltbarer Allradantrieb

Beim permanenten Allradantrieb sind Vorder- und Hinterachse dauerhaft über ein Mitteldifferenzial verbunden, das die Kraft je nach Bedarf verteilt – gängig bei vielen Kombis und SUVs für ganzjährig gute Traktion. Der zuschaltbare Allradantrieb arbeitet im Normalbetrieb meist mit einer angetriebenen Achse und aktiviert die zweite Achse erst bei Schlupf automatisch oder per Knopfdruck. Diese Bauart spart Kraftstoff im Alltag, reagiert aber etwas langsamer als ein permanentes System. In Österreich ist Allradantrieb besonders in Bergregionen und bei winterlichen Straßenverhältnissen verbreitet.

Vor- und Nachteile im Alltag

Allradantrieb verbessert die Traktion beim Anfahren an Steigungen, auf Schnee und bei Nässe spürbar und erhöht die aktive Sicherheit. Der Nachteil liegt im höheren Gewicht, dem höheren Kraftstoffverbrauch und den höheren Wartungskosten durch zusätzliche Antriebswellen und Differenziale. Allradantrieb ersetzt außerdem keine Winterreifen – die Bremswirkung auf Glatteis hängt weiterhin vom Reifen ab, nicht vom Antrieb. Wer hauptsächlich in der Stadt fährt, kommt in der Regel auch ohne Allradantrieb sicher durch den österreichischen Winter.

Weitere Informationen: Winterreifen & Schneeketten Österreich