Vorspur – Bedeutung fürs Fahrverhalten einfach erklärt
Vorspur, Nachspur und ihre Wirkung
Zeigen die Räder mit der Lauffläche leicht nach innen zueinander, spricht man von Vorspur – diese Einstellung ist bei den meisten Vorderachsen üblich, da sie die Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten erhöht. Zeigen die Räder nach außen, handelt es sich um Nachspur, wie sie manchmal an Hinterachsen zur Verbesserung der Kurvenagilität eingesetzt wird. Die Vorspur wird in Millimetern oder Winkelgrad angegeben und über die Spurstangen eingestellt. Schon wenige Millimeter Abweichung wirken sich spürbar auf das Lenkgefühl aus.
Anzeichen für eine falsche Vorspur
Eine verstellte Vorspur macht sich durch Lenkradflattern, einen unruhigen Geradeauslauf oder ein leichtes Ziehen zu einer Seite bemerkbar. Am Reifen zeigt sich meist ein sägezahnartiges Verschleißmuster an den Profilkanten. Häufige Ursachen sind ein Schlagloch, ein Bordsteinkontakt oder verschlissene Spurstangenköpfe. In Österreich empfiehlt sich nach jedem Reifenwechsel oder spürbaren Fahrbahnkontakt eine Achsvermessung, damit Vorspur und Sturz wieder im Herstellerbereich liegen und die Reifen gleichmäßig abrollen.
Weitere Informationen: Fahrwerk PKW – Stoßdämpfer, Federn & Lenker
