Radsturz – Bedeutung & Auswirkung auf den Reifenverschleiß

Radsturz – Bedeutung & Auswirkung auf den Reifenverschleiß

Aktualisiert: Juli 2026 · Kategorie: Fahrwerk
Der Radsturz gibt an, wie stark ein Rad von der Senkrechten nach innen oder außen geneigt ist. Ein falsch eingestellter Sturz führt zu einseitigem Reifenverschleiß und schlechterem Geradeauslauf.

Positiver und negativer Sturz

Neigt sich das Rad oben nach außen, spricht man von positivem Sturz, neigt es sich nach innen, von negativem Sturz. Serienfahrzeuge werden meist mit leicht negativem Sturz ausgeliefert, da dies die Seitenführung in Kurven verbessert. Sportfahrwerke und tiefergelegte Autos weisen oft einen stärker negativen Sturz auf, was die Kurvenlage verbessert, aber die Aufstandsfläche des Reifens bei Geradeausfahrt verkleinert. Der Sturz wird bei der Achsvermessung gemeinsam mit Vorspur und Nachlauf gemessen und über die oberen oder unteren Querlenker beziehungsweise Domlager eingestellt.

Folgen von falschem Sturz

Ein zu stark negativer oder positiver Sturz sorgt für einseitigen Reifenverschleiß an der Innen- oder Außenkante des Profils, oft schon nach wenigen Tausend Kilometern erkennbar. Zusätzlich leidet die Fahrstabilität, das Auto zieht spürbar zu einer Seite. Ursachen sind häufig verschlissene Querlenker, Domlager oder ein Unfallschaden. In Österreich lohnt sich nach jeder Fahrwerksänderung oder bei ungleichmäßigem Reifenbild eine Achsvermessung in der Fachwerkstatt, um Sturz, Vorspur und Nachlauf wieder in den Herstellerbereich zu bringen.

Weitere Informationen: Querlenker PKW – Symptome & Achsvermessung