Katalysator – Funktion, Lebensdauer & Anzeichen für Defekt

Katalysator – Funktion, Lebensdauer & Anzeichen für Defekt

Aktualisiert: Juli 2026 · Kategorie: Motor & Abgasnachbehandlung
Der Katalysator sitzt im Abgasstrang und wandelt Schadstoffe wie Kohlenmonoxid und Stickoxide in unschädlichere Verbindungen um. Ein verstopfter oder beschädigter Katalysator senkt Leistung und lässt die Motorkontrollleuchte aufleuchten.

Wie funktioniert der Katalysator?

Im Inneren des Katalysators sitzt ein wabenförmiger Keramik- oder Metallträger, der mit Edelmetallen wie Platin, Palladium und Rhodium beschichtet ist. Strömen die heißen Abgase durch diese Waben, laufen chemische Reaktionen ab: Kohlenmonoxid wird zu Kohlendioxid oxidiert, unverbrannte Kohlenwasserstoffe werden abgebaut und Stickoxide werden reduziert. Damit die Reaktion effizient abläuft, muss der Katalysator eine Mindesttemperatur von rund 300 Grad erreichen – deshalb arbeitet ein kalter Motor kurzzeitig mit höheren Emissionen. Die Lambdasonde vor und nach dem Katalysator überwacht laufend das Kraftstoff-Luft-Gemisch und die Umwandlungseffizienz.

Wann muss der Katalysator getauscht werden?

Ein Katalysator hält bei normaler Nutzung meist zwischen 150.000 und 250.000 Kilometer. Häufige Ursachen für einen vorzeitigen Ausfall sind verschlissene Zündkerzen, ein defektes Zündsystem oder ein zu fettes Gemisch, wodurch unverbranntes Benzin den Katalysator überhitzt und die Beschichtung schädigt. Anzeichen sind Leistungsverlust, ein klapperndes Geräusch durch eine gebrochene Wabenstruktur sowie eine leuchtende Motorkontrollleuchte. Ein beschädigter Katalysator führt beim §57a Pickerl zur Nichtbegutachtung, da die Abgaswerte nicht eingehalten werden.

Weitere Informationen: Motoröl PKW – Viskosität, ACEA-Norm & Wechselintervall