Traktionskontrolle (ASR) – Funktion & Unterschied zu ESP

Traktionskontrolle (ASR) – Funktion & Unterschied zu ESP

Aktualisiert: Juli 2026 · Kategorie: Fahrsicherheit
Die Traktionskontrolle greift ein, sobald ein Antriebsrad beim Beschleunigen durchdreht. Sie drosselt die Motorleistung oder bremst das betroffene Rad ab und sorgt so für besseren Grip auf glatter Fahrbahn.

Wie arbeitet die Antriebsschlupfregelung?

Sensoren an jedem Rad messen fortlaufend die Drehzahl. Dreht ein Antriebsrad schneller als die übrigen, erkennt das Steuergerät Schlupf – meist auf Schnee, Nässe oder Split. Die Traktionskontrolle reagiert entweder durch Reduzieren der Motorleistung über die Drosselklappe oder durch gezieltes Abbremsen des durchdrehenden Rads über die ABS-Hydraulik. Dadurch wird die Kraft automatisch auf das Rad mit mehr Grip verlagert. Viele moderne Motorräder besitzen ebenfalls eine Traktionskontrolle, die besonders beim Beschleunigen aus Kurven vor Schleudern schützt.

Unterschied zwischen ASR und ESP

Die Traktionskontrolle regelt ausschließlich den Antriebsschlupf beim Beschleunigen, während das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) zusätzlich das Schleudern in Kurven durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder verhindert. ASR ist damit funktional ein Teilsystem von ESP. In Österreich ist ESP seit 2014 für alle neu zugelassenen PKW verpflichtend, die Traktionskontrolle ist darin automatisch enthalten. Bei Glätte oder auf losem Untergrund lässt sich ASR in manchen Fahrzeugen kurzzeitig deaktivieren, etwa zum Freischaukeln im Schnee.

Weitere Informationen: PKW Sicherheit – Assistenzsysteme & Schutzausrüstung