Bremskraftverstärker – Funktion & typische Defekte erklärt
Wie funktioniert der Bremskraftverstärker?
Die meisten PKW nutzen einen Unterdruck-Bremskraftverstärker, der den im Ansaugtrakt herrschenden Unterdruck des Motors ausnutzt. Auf einer Seite der Membran liegt Umgebungsdruck an, auf der anderen der Unterdruck aus dem Saugrohr. Diese Druckdifferenz drückt die Membran nach vorne und unterstützt so die Pedalkraft, die der Fahrer aufbringt. Ohne diese Unterstützung müsste man das Bremspedal deutlich kräftiger treten, um denselben Bremsdruck zu erzeugen. Elektrofahrzeuge und Hybride verwenden zunehmend elektrohydraulische Bremskraftverstärker, da ihnen der klassische Unterdruck aus dem Verbrennungsmotor fehlt. Diese Systeme bauen den nötigen Druck elektrisch auf und ermöglichen zusätzlich die Rekuperation beim Bremsen.
Anzeichen für einen defekten Bremskraftverstärker
Ein durchgescheuerter Unterdruckschlauch oder eine undichte Membran im Verstärker führen dazu, dass das Bremspedal plötzlich hart wird und deutlich mehr Kraft nötig ist. Häufig fällt zusätzlich ein zischendes Geräusch beim Bremsen auf. In Österreich prüft die Werkstatt beim §57a Pickerl die Bremsanlage inklusive Bremskraftverstärker, ein Defekt führt in der Regel zur Nichtbegutachtung. Bei ersten Anzeichen lohnt sich eine rasche Diagnose, da die Bremswirkung sicherheitsrelevant ist.
Weitere Informationen: Bremsen PKW – Bremsscheiben, Bremsbeläge & mehr
